28. August 2017

Jahrgangsbester 2017 der Zimmerer in der HWK Halle

Herzlichen Glückwunsch Philipp !!!

„Es ist Montag, der 28. August 2017. Es ist Gesellenfreisprechung in der Handwerkskammer Halle und er ist dabei: Zimmerer Philipp Höhne. Und noch etwas ist an diesem Tag besonders:  - Es ist sein Geburtstag, der 20ste.  „Nein, ich habe mir nichts gewünscht“, sagt der kräftige junge Mann, der mit seiner Mutter und Ausbilder Alexander Kasper den weiten Weg von Zahna-Elster nach Halle fuhr.

Das ausbildende Unternehmen Arche Naturhaus GmbH hat seinen Geschäftssitz in Borkwalde und seine Niederlassung mitsamt der Fertigung in Zahna-Elster. Zwei Lehrlinge hat Alexander Kasper, Zimmerer- und auch Dachdeckermeister jetzt noch. „Der Wille der Lehrlinge ist entscheidend für die Ausbildung“, sagt Kasper und dass sie in der Firma auf Praktika setzen, um die jungen Leute zu erproben. Philipp war mehrmals in den Ferien da, berichtet Kasper. Auf Schulnoten schaut er weniger und auch die Art des Schulabschlusses sei nicht entscheidend.

Philipp hat einen Hauptschulabschluss.  „Warum Zimmerer?“ Philipp Höhne lächelt: „Ich wollte draußen arbeiten und was Praktisches machen.“ Dachdecker wäre auch noch eine Option, aber da wurden keine Lehrstellen angeboten, erzählt er.

„Das ist in der Gegend hinter Wittenberg ein Problem. Da gibt es kaum Firmen, die ausbilden“, sagt Alexander Kasper. Der 35-Jährige  hat deshalb auch seine Lehre in den alten Bundesländern und seinen Meister Vollzeit in Kassel absolviert. Was schätzt der Ausbilder an seinem Schützling? „Die Ausdauer und die Kontinuität seiner Leistungen“, sagt Kasper. Von seinen Lehrlingen fordert er Pünktlichkeit und Ehrlichkeit, so der Zimmermeister.  Die Zeit für die Ausbildung im Unternehmen sei knapp, sagt Kasper. Auch deshalb würde es schwierig werden, jemanden auszubilden, der Probleme habe oder nicht voll mitzöge. Was ist heute anders? „Die Zeiten, wo noch gesagt wurde: ‚Lehrjahre sind keine Herrenjahre‘ und in der quasi die Hierarchie ausgelebt wurde und kaum Zeit für Freizeit war, sind vorbei“, sagt er. Er selbst bietet seinen Lehrlingen das „Du“ an. Was sollte man als Ausbilder nicht unterschätzen? Alexander Kasper: „Die körperliche Belastung gerade in der Anfangszeit, wo die Jungen bis abends auf der Baustelle sind. Das ist schon eine Herausforderung“, sagt er. Ja und die Montage generell.

Philipp Höhne hat damit kein Problem. Und Zukunftspläne? „Ich will jetzt erst einmal arbeiten!“, sagt er. Schon am nächsten Tag geht es für ihn auf Montage nach Berlin. Davor aber findet noch seine Ehrung als bester Zimmerer der Handwerkskammer Halle statt und abends seine Geburtstagsfeier.“ - Quelle: HWK Halle