Der Luftdichtigkeitstest

Die Blower Door-Messung

Wieso, warum

In ein Gebäude sollte nur dann kalte Außenluft eindringen wenn dies von den Bewohnern gewünscht und kontrolliert wird. Ungewolltes „Dauerlüften“ führt nicht nur zu erhöhten Energiekosten, erhöhtem CO2-Ausstoß und einem unbehaglichen Innenraumklima, auch Bauschäden mit erheblichen Folgekosten sind häufig darauf zurückzuführen. Der BLOWER DOOR-Test beweist ob in ein Gebäude tatsächlich nur dann Luft von außen eindringen kann, wenn Fenster oder Türen geöffnet sind. Luftdichtheitsprüfungen sind ein unverzichtbarer Bestandteil des Kontroll-Portfolios.

Der Test

Das BLOWER DOOR-Messverfahren (auch bekannt als Differenzdruck-Messung) erfasst die quantitative Luftdichtheit eines Gebäudes. Bei diesem standardisierten Verfahren (DIN-EN 13829: 2001-02 „Bestimmung der Luftdurchlässigkeit von Gebäuden“) wird ermittelt, wie oft das Luftvolumen des getesteten Gebäudes bei einer definierten Druckdifferenz zur Außenluft pro Stunde ausgetauscht wird (n50-Wert).
In eine Außentür (Eingangs- oder Balkontür) wird ein folienbespannter Rahmen eingesetzt, in dem ein elektronisch geregelter und kalibrierter Ventilator integriert ist (BLOWER DOOR). Dieser Ventilator erzeugt im Gebäude wahlweise einen Unter- oder Überdruck. Um einen definierten Druck permanent zu erzeugen, muss der Ventilator einen Volumenstrom fördern, der exakt der durch Leckstellen des Gebäudes strömenden Luftmenge entspricht.

Das Ergebnis

Das BLOWER DOOR-Messverfahren ermittelt die Luftwechselrate eines Gebäudes (n50 = Anzahl der Luftwechsel pro Stunde bei Druckdifferenz von 50 Pascal). Gemäß verschiedener Verordnungen und Normen (z.B. EnEV, DIN 4108-7) muß die Luftwechselrate bei Gebäuden mit Fensterlüftung (ohne raumlufttechnische Einrichtungen) unter 3,0 h-1 und bei Gebäuden mit raumlufttechnischen Anlagen unter 1,5 h-1 liegen. Bei Passivhäusern sollte die Luftwechselrate unter 0,6 h-1 liegen (Empfehlung des Passivhausinstitutes, Darmstadt).